Blue Flower


Nachfolgend können Sie etwas über die bei uns im Verein getanzten Gesellschaftstänze erfahren.

 

Der Samba stammt in seiner stationären Grundform aus uralten Kreistänzen Brasiliens und wurde in Europa zum variationsreichen Turniertanz entwickelt, in der sich die Paare wellenförmig durch den Raum bewegen. Während diese Bewegungen früher aus einem Erheben im Bein kam, wird sie heute mehr durch die Bauchmuskulatur erzeugt.
 
 

Der Cha-Cha-Cha wurde aus dem Mambo entwickelt und 1957 nach Deutschland importiert. Der Cha-Cha hat viele Elemente aus anderen Tänzen in sich aufgenommen, besonders aus Jazz, Beat und Disco. Seinen Grundcharakter, der ihn bei allen Altersstufen zum beliebtesten Lateintanz machte, hat er dabei nicht verloren: Übermütige Ausgelassenheit und koketter Flirt.

 

 

Die Rumba stammt aus dem Mambo-Bolero. Sie ist ein afrokubanischer Werbungstanz: Die Dame schwankt zwischen Hingabe und Flucht und der Herr zwischen Zuneigung und Selbstherrlichkeit. In Deutschland wurde die Rumba 1932 ins Turnierprogramm aufgenommen. Sie ist der Klassiker unter den Lateintänzen, erfordert Ausdruckskraft und Sparsamkeit der Mittel.

 

 

Der Paso Doble ist eine in Spanien und Frankreich entwickelte Darstellung des Stierkampfs. Die Dame stellt nicht den Stier dar, sondern das rote Tuch des Toreros, Herr und Dame bewegen sich gemeinsam um einen imaginären Stier. Die Musik, ein spanischer Marschtanz, besteht aus einer Einleitung und zwei Hauptteilen mit genau festgelegten Höhepunkten, nach denen sich die Choereographie richtet.

 

 

Der Jive wurde als Jitterbug und Boogie-Woogie um 1940 von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht und in England zum Jive entwickelt. Mit ihrer Off-Beat-Betonung verrät die Musik ihren afrikanischen Ursprung. Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum Ausdruck. Er war der Tobetanz der Vor-Beat-Generation, aus dem sich auch der akrobatisch-athletische Rock'n'Roll entwickelt hat.

 

 

Der Langsame Walzer entwickelte sich in den 20er-Jahren in England aus dem Boston und heißt daher auch English Waltz. Die linearen Bewegungen des Boston verwandelten sich dabei in raumgreifende Drehungen, in denen das Paar wie ein Pendel von Höhepunkt zu Höhepunkt schwingt. Der langsame Walzer gilt als der schwierigste Standardtanz und ist auch der meistgeübte.

 

 

Der Tango stammt aus Argentinien und ist, dem Stakkato der Musik entsprechend, geprägt vom Wechsel zwischen Aktion und Pause. Die ruckartigen Aktionen, von knappen und schnellen Kopfbewegungen begleitete Schritte, werden im Knie weich abgefangen, was dem Tango das Doppelgesicht verhaltener Leidenschaftlichkeit gibt.

 

 

Der Wiener Walzer ist mit seinen Varianten ein uralter, vor allem im Alpenraum beheimateter Volkstanz. Am preußischen Hof wurde er 1794 verboten, während er 20 Jahre später auf dem Wiener Kongreß Triumphe feierte. In Deutschland wurde er 1932 ins Turnierprogramm aufgenommen. Sein Reiz liegt nicht im Figurenmaterial, sondern im berauschenden Körperschwung.

 

 

Der Slow Foxtrott entstand um 1900 aus dem Ragtime und amerikanischer Marschmusik und entwickelte sich zum Klassiker unter den Tänzen. Die linearen Schrittmuster, auf natürlicher Gehbewegung basierend, wirken bei kunstvoller musikalischer Interpretation faszinierend. Den kontinuierlichen Bewegungsfluß entsprechend, sind fließende Posen besonders "foxy".

 

 

Der Quickstep gilt in der Familie der Standardtänze als" der Sekt unter den Weinen": perlend in seinen langgestreckten Bewegungen und spritzig in seinen Hüpfschritten. Im Gegensatz zum Langsamen Walzer, mit dem ihn geschlossene Drehungen und Chasses verbinden, ist der Quickstep dadurch charakterisiert, daß die Körper- geschwindigkeit bei Slow fast die gleiche ist wie bei Quick.